Kreativ in die Zukunft (KidZ – Mädchen)

Das Schulverweigerinnen-Projekt „Kreativ in die Zukunft“ ist ein Projekt zwischen Schule und Jugendhilfe. Im Bereich Schule ist es nach den Prinzipien des Bildungsganges Berufseingangsstufe/Berufsfachschule ausgerichtet und gehört zur Allgemeinen Berufsbildenden Schule (ABS). Die Anteile der Jugendhilfe werden vom Zentrum für Schule und Beruf (zsb) unter der Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterstützt.

An dem Projekt können acht Mädchen teilnehmen.

Standort:
Das Projekt ist in der Allgemeinen Berufsbildenden Berufsschule in der Valckenburghstraße untergebracht. Der Unterricht findet dort in einem eigenen Raum statt.

Zielgruppe:
Die Zielgruppe sind Mädchen, die noch schulpflichtig sind, aber schon länger nicht zur Schule gegangen sind.

Ziele des Projektes:

  • Motivation zur Mitarbeit
  • Akzeptanz einer regelmäßigen Tagesstruktur
  • Spaß am Lernen entwickeln
  • Bei dementsprechender Leistung kann die Erweiterte Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) erreicht werden
  • Stärkung von Selbstvertrauen durch die Bewältigung neuer Aufgaben
  • Positiver Umgang mit Lehrkräften und Mitschülerinnen erlernen
  • Lernen auch mit Frust umzugehen
  • Lebensplanung (z.B. Beruf, Familienplanung)
  • Unterstützung bei der Berufswahl
  • Ausbildungsvorbereitung

Angebote des Projektes:

  • Das schulische Angebot findet von Montag bis Donnerstag von 8.45 Uhr bis 15 Uhr und freitags von 8.45 Uhr bis 13 Uhr statt.
  • Der allgemeinbildende Unterricht umfasst die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Welt/Umweltkunde, Naturwissenschaften
  • Der praktische Unterricht beinhaltet die Vermittlung von Kenntnissen in der Hauswirtschaft und Textilem Gestalten, Kunst- und Kreativangebote
  • Vierwöchiges Berufspraktikum

Freizeitangebote:

  • Klassenfahrten und Tagesausflüge
  • Stadterkundungen, Museums- und Ausstellungsbesuche
  • Kino- und Theaterbesuche

Sozialpädagogische Hilfen:

  • Beratung und Unterstützung bei familiären Problemen
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Lebensperspektiven
  • Unterstützung bei Entscheidungen aufgrund früher Schwangerschaften
  • Unterstützung bei der Aufarbeitung von Gewalterfahrungen, Drogenkonsum und Gewaltbereitschaft
  • Begleitung zu Ämtern, Beratungsstellen und zum Gericht
  • Hilfestellung bei der Vorbereitung auf Ausbildung oder Berufstätigkeit

Mitarbeiterinnenteam:
Eine Werkmeisterin, eine Sozialarbeiterin und eine Lehrerin arbeiten in dem Projekt.

Zugang zum Projekt:
Die Teilnehmerinnen werden dem Team vom Schulermittlungsdienst, vom Amt für Soziale Dienste, vom Bildungsgang B/BFS oder von der Beratungsstelle der Allgemeinen Berufsbildenden Schule (ABS) genannt.

Aufnahmeregeln:  

Aufgenommen  werden Mädchen, die

  • mindestens im 10. Schulbesuchsjahr sind
  • die seit längerem keine Schule mehr besuchen
  • die die Bereitschaft zeigen, sich auf dieses Projekt einzulassen
  • die in diesem Projekt im Sinne einer Ausbildungs- oder Arbeitsvorbereitung gefördert werden können

Aufnahmezeitpunkt:
Eine Aufnahme in das Projekt ist bei freien Plätzen jederzeit möglich. Es gibt eine sechswöchige Probezeit.